Rebekka Emersleben
Erziehungswissenschaftlerin | Pädagogin | Fachbuchautorin
Beratung | Fortbildung | Prozessbegleitung für neurodiversitäts- und regulationssensible Bildung
Regulation ermöglichen. Passung gestalten. Strukturen verändern.
Neurodiversität, Regulation und Passung in Bildung
Menschen unterscheiden sich darin, wie sie wahrnehmen, Informationen verarbeiten, lernen und sich regulieren. Ob daraus Belastung oder Teilhabe entsteht, hängt nicht allein von individuellen Voraussetzungen ab, sondern auch von den Bedingungen, auf die Menschen in Kita und Schule treffen.
Meine Arbeit richtet den Blick auf diese Wechselwirkung zwischen Person und Bildungsumwelt.
Ich begleite Eltern, pädagogische Fachkräfte und Bildungseinrichtungen dabei, Belastungs- und Passungsdynamiken zu verstehen und Bedingungen so zu gestalten, dass Regulation, Teilhabe und Lernen wahrscheinlicher werden.
Passung entsteht zwischen Menschen und Bedingungen
Belastung, Dysregulation oder Schwierigkeiten in der Teilhabe lassen sich nicht allein aus individuellen Eigenschaften erklären.
Entscheidend ist auch, wie gut die Voraussetzungen eines Menschen zu den Anforderungen und Bedingungen seiner Umgebung passen.
Was für ein Kind Orientierung, Sicherheit und gute Lernbedingungen schafft, kann für ein anderes zu Überforderung führen. Unterschiede in Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Aufmerksamkeit, Regulation oder sozialer Interaktion treffen in Kita und Schule auf konkrete Anforderungen: auf Zeitstrukturen, Räume, Übergänge, Aufgabenformate, soziale Erwartungen und pädagogische Routinen.
Deshalb richtet sich mein Blick nicht nur auf die Person, sondern auf die Beziehung zwischen individuellen Voraussetzungen und Bildungsbedingungen.
Dabei interessieren mich insbesondere Fragen wie:
• Wo entstehen Stress, Überforderung oder Misfit?
• Welche Bedingungen unterstützen Regulation, Teilhabe und Lernen?
• Welche Ressourcen und funktionierenden Passungen sind bereits vorhanden?
• Was lässt sich in Beziehungen, pädagogischer Praxis oder Strukturen verändern?
Ziel ist nicht, Menschen möglichst passend für bestehende Strukturen zu machen. Es geht darum, Bedingungen differenziert zu verstehen und dort zu verändern, wo sie unnötige Barrieren erzeugen.
Passung ist damit keine Eigenschaft eines Kindes – sie entsteht im Zusammenspiel von Person und Umwelt.
Für Eltern
Wenn Kinder im Kontext von Kita oder Schule dauerhaft unter Stress geraten, entstehen häufig Unsicherheit, Konflikte und die Frage, was eigentlich hinter dem sichtbaren Verhalten liegt.
In der Beratung betrachten wir gemeinsam, welche Anforderungen belasten, wo Passungsprobleme entstehen und welche Bedingungen Regulation und Teilhabe erleichtern können.
Dabei geht es nicht darum, das Kind möglichst gut an bestehende Strukturen anzupassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, was das Kind braucht – und welche Veränderungen im Alltag, im Kontakt mit der Einrichtung oder in den Rahmenbedingungen hilfreich und realistisch sind.
Je nach Anliegen kann die Begleitung Beratungsgespräche, Hospitationen und schriftliche Einschätzungen umfassen.
Für Bildungseinrichtungen
Neurodiversitäts- und regulationssensible Bildung entsteht nicht durch einzelne Methoden oder Maßnahmen. Sie braucht Wissen, Reflexion und die Bereitschaft, auch Anforderungen, Routinen und Strukturen in den Blick zu nehmen.
Ich begleite pädagogische Fachkräfte, Teams und Einrichtungen dabei, Verhalten differenzierter zu verstehen, Belastungs- und Passungsdynamiken zu erkennen und Bedingungen so zu gestalten, dass unterschiedliche Regulations-, Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprofile besser berücksichtigt werden.
Meine Angebote reichen von Fortbildungen und Konzeptionstagen bis zur Prozessbegleitung von Einrichtungen, die sich langfristig neurodiversitäts- und regulationssensibler entwickeln möchten.
Wie ich arbeite
Meine Arbeit verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem konsequenten Blick auf die Bedingungen, unter denen Verhalten, Lernen und Regulation entstehen.
Im Mittelpunkt stehen drei Perspektiven:
• Regulation: Was unterstützt Sicherheit, Orientierung und Selbstregulation – und was erhöht Stress oder Überforderung?
• Passung: Wo stimmen individuelle Voraussetzungen und Umweltbedingungen gut überein – und wo entstehen Misfits?
• Strukturen: Welche Routinen, Erwartungen, Räume, Übergänge oder organisatorischen Bedingungen erleichtern oder erschweren Teilhabe und Lernen?
Je nach Anliegen kann der Schwerpunkt auf einem einzelnen Kind, einer pädagogischen Situation, einem Team oder der Entwicklung einer ganzen Einrichtung liegen.
Ziel ist es, komplexe Situationen differenziert zu verstehen und daraus konkrete, fachlich begründete Veränderungsmöglichkeiten abzuleiten.
Fachbuch & fachliche Expertise

Mein fachlicher Ausgangspunkt liegt in der Auseinandersetzung mit Stress, Regulation und den Bedingungen, unter denen Menschen sich sicher, handlungsfähig und lernbereit erleben können.
In meinem Fachbuch „Die gestresste Kita. Mit Selbstregulation und Co-Regulation zu mehr Resilienz“, erschienen 2026 im Cornelsen Verlag, vermittle ich Grundlagen zu Stressphysiologie, autonomen Zuständen sowie Selbst- und Co-Regulation und übertrage sie auf den pädagogischen Alltag.
Diese Perspektive entwickle ich heute weiter: Neben der individuellen Regulation rücken zunehmend die Bedingungen in den Mittelpunkt, die Regulation ermöglichen oder erschweren – Beziehungen, Anforderungen, Strukturen, Routinen und organisationale Prozesse.
Meine Arbeit bewegt sich damit an der Schnittstelle von Erziehungswissenschaft, Neurodiversität, Regulation, pädagogischer Praxis und Organisationsentwicklung.
Veränderung beginnt mit einem genaueren Blick auf die Bedingungen.
Wenn Sie eine konkrete Situation besprechen, eine Fortbildung anfragen oder Möglichkeiten einer Prozessbegleitung ausloten möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht.
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