Fachbuch
Die gestresste Kita
Mit Selbstregulation und Co-Regulation zu mehr Resilienz
April 2026 im Cornelsen Verlag erschienen
Worum geht es in diesem Buch?
In Die gestresste Kita verbinde ich neurowissenschaftliches Wissen über Stress, das autonome Nervensystem und Neurodiversität mit konkreten Fragen aus der pädagogischen Praxis.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Kinder, Fachkräfte und Teams im pädagogischen Alltag unter Druck geraten – und wie Belastung nicht nur als individuelles Verhalten, sondern als Zusammenspiel von Nervensystem, Beziehung, Kontext und Struktur verstanden werden kann.
Ich zeige verständlich,
- was im Nervensystem passiert, wenn Stress zum Dauerzustand wird
- wie Über- und Untererregung entstehen
- wie sich Belastung in Verhalten, Rückzug, Eskalation oder Erschöpfung ausdrücken kann
- warum manche Kinder und Erwachsene schneller in Stress geraten
- welche Rolle Sicherheit, Beziehung und Vorhersagbarkeit spielen
- wie Selbst- und Co-Regulation im Alltag entlastend wirken können
Für wen ist dieses Buch geschrieben?
Dieses Buch richtet sich an Menschen, die pädagogische Belastungssituationen fachlich fundierter verstehen möchten:
- pädagogische Fachkräfte in Kita, Hort und Schule
- Leitungen und Fachberatungen
- Fortbildner:innen und pädagogische Multiplikator:innen
- Studierende und Lernende in pädagogischen Fachschulen
- Eltern und Interessierte, die Stress, Nervensystem und Regulation besser verstehen möchten
Es ist ein Buch für alle, die wissen möchten, warum pädagogische Situationen eskalieren können, weshalb Verhalten oft nur die sichtbare Oberfläche ist – und wie Erwachsene Kinder in Belastung sicherer begleiten können.
Wissenschaftliche Grundlagen – verständlich erklärt
Das Buch vermittelt zentrale Grundlagen zu Stress, Nervensystem und Regulation so, dass sie für den pädagogischen Alltag anschlussfähig werden.
Sie erfahren unter anderem,
- wie Sympathikus und Parasympathikus zusammenwirken
- wie das autonome Nervensystem Stress verarbeitet
- was allostatische Last bedeutet
- wie Nervensystemzustände Verhalten prägen
- warum neurodivergente Kinder häufiger in Dysregulation geraten können
- wie Beziehung, Sicherheit und Co-Regulation neurobiologisch wirken
Die Modelle werden nicht vereinfacht, aber verständlich erklärt – mit dem Ziel, Verhalten differenzierter einzuordnen und pädagogische Handlungssicherheit zu stärken.
Praxisnah, alltagsnah, realistisch
Das Buch enthält:
- ausführliche Fallbeispiele aus der Kita-Praxis
- konkrete Situationen mit Kindern, Teams und Eltern
- Reflexionsfragen zur Selbstwahrnehmung
- Übungen zur Selbst- und Co-Regulation
- Hinweise für Leitung, Team und Träger
- Impulse zur Gestaltung resilienterer pädagogischer Strukturen
Damit schlägt das Buch eine Brücke zwischen Theorie und Praxis.
Es geht nicht um schnelle Methoden oder einfache Lösungen, sondern um ein tieferes Verständnis dafür, unter welchen Bedingungen Stress entsteht – und was pädagogisch entlastend wirken kann.
Vom Buch zur Weiterentwicklung von Bildungssystemen
Die gestresste Kita bildet die fachliche Grundlage meiner aktuellen Arbeit.
Das Buch erklärt, wie Stressreaktionen neurobiologisch entstehen, warum Verhalten im Kontext von Belastung, Beziehung und Regulation verstanden werden muss und weshalb Selbst- und Co-Regulation zentrale Grundlagen pädagogischer Arbeit sind.
Meine aktuelle Weiterentwicklung knüpft daran an.
Ich beschäftige mich zunehmend mit der Frage, wie pädagogische Einrichtungen so gestaltet werden können, dass Regulation, Teilhabe und Lernen wahrscheinlicher werden.
Dabei geht es um Passung zwischen individuellen Regulations- und Lernprofilen und den Strukturen von Kita und Schule.
Das Buch ist damit nicht nur ein Fachbuch über Stress in der Kita, sondern ein wichtiger Ausgangspunkt für meine weitere Arbeit an regulationssensibler und neuroinklusiver Bildungsentwicklung.
Das Buch ist im April 2026 im Cornelsen Verlag erschienen.