Warum ich diese Arbeit mache
Viele Herausforderungen im Kontext von Schule und Kita werden als individuelle Probleme betrachtet.
Ich erlebe jedoch immer wieder, dass Belastungen dort entstehen, wo individuelle Regulations- und Lernprofile auf institutionelle Anforderungen treffen, die nicht ausreichend dazu passen.
Deshalb beschäftige ich mich mit der Frage, wie Stress, Neurodivergenz und Lernprozesse besser verstanden werden können und wie Bildungssysteme Bedingungen schaffen können, unter denen unterschiedliche Kinder lernen, teilhaben und sich entwickeln können.
Meine Arbeit bewegt sich genau an dieser Schnittstelle zwischen Individuum, Beziehung und System.
Meine Perspektive
Ich betrachte Verhalten nicht als isoliertes Problem, sondern als Ausdruck eines Zusammenspiels aus
- Nervensystem und Stressverarbeitung
- individuellen Regulations- und Lernprofilen
- Beziehungen und sozialen Dynamiken
- strukturellen Bedingungen in Bildungseinrichtungen
Deshalb interessieren mich nicht nur Symptome oder einzelne Verhaltensweisen, sondern die Frage, welche Bedingungen Belastung fördern oder reduzieren.
Viele Konflikte entstehen nicht durch mangelnde Motivation oder fehlende Kooperation, sondern durch Passungsprobleme zwischen individuellen Voraussetzungen und den Anforderungen des Systems.
Diese passungsanalytische Perspektive prägt meine gesamte Arbeit.
Mein fachlicher Hintergrund
- Studienrätin und Erziehungswissenschaftlerin (1. und 2. Staatsexamen)
- Fachbuchautorin („Die gestresste Kita“, Cornelsen Verlag)
- Coach für Neurosystemische Integration (NI)
- Weiterbildung im traumasensiblen Coaching
- langjährige Tätigkeit als Lehrerin und Dozentin für pädagogische Fachkräfte
- Weiterbildung Change Management Professional (seit 2026)
In meiner Arbeit verbinde ich Erkenntnisse aus Erziehungswissenschaft, Neurobiologie, Stressforschung und Organisationsentwicklung mit konkreten Fragestellungen aus Schule und Kita.
Aktueller Schwerpunkt
Aktuell begleite ich vor allem Eltern, deren Kinder im Kontext von Schule oder Kita unter Stress geraten.
Dabei unterstütze ich Familien, Belastungsdynamiken besser zu verstehen, Passungsprobleme sichtbar zu machen und tragfähige Lösungen im Kontakt mit Bildungseinrichtungen zu entwickeln.
Diese Beratungen bilden zugleich ein wichtiges Praxisfeld für meine fachliche Arbeit. Sie ermöglichen Einblicke in die konkreten Herausforderungen, mit denen Familien und Bildungseinrichtungen heute konfrontiert sind.
Parallel entwickle ich erste Pilotformate für Schulen und Kitas, um Belastungs- und Passungsdynamiken auch auf struktureller Ebene sichtbar und bearbeitbar zu machen.
Wohin sich meine Arbeit entwickelt
Viele Herausforderungen im Bildungssystem lassen sich nicht dauerhaft lösen, wenn sie ausschließlich auf individueller Ebene betrachtet werden.
Deshalb beschäftige ich mich zunehmend mit der Frage, wie Bildungseinrichtungen neuroinklusiver und regulationssensibler gestaltet werden können.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines Modells, das individuelle Regulation, Beziehungsgestaltung, strukturelle Bedingungen und organisationale Prozesse zusammenführt.
Mein langfristiges Ziel ist es, dazu beizutragen, dass Bildungssysteme Bedingungen schaffen, unter denen unterschiedliche Regulations- und Lernprofile nicht trotz ihrer Unterschiede erfolgreich sein können, sondern gerade mit ihnen.
Regulation ermöglichen. Passung gestalten. Systeme verändern.