Warum ich diese Arbeit mache
Kinder unterscheiden sich darin, wie sie wahrnehmen, Informationen verarbeiten, lernen und sich regulieren. Trotzdem werden Schwierigkeiten in Kita und Schule noch häufig vor allem als individuelles Problem betrachtet.
Mich interessiert eine andere Frage: Was entsteht zwischen einem Menschen und den Bedingungen, auf die er trifft?
Belastung, Dysregulation oder Schwierigkeiten in der Teilhabe können dort entstehen, wo individuelle Voraussetzungen und institutionelle Anforderungen nicht ausreichend zusammenpassen. Gleichzeitig können veränderte Beziehungen, Strukturen und Rahmenbedingungen Regulation, Lernen und Teilhabe erleichtern.
Genau an dieser Schnittstelle arbeite ich.
Als Erziehungswissenschaftlerin, Pädagogin und Fachbuchautorin beschäftige ich mich mit Neurodiversität, Regulation und der Passung zwischen individuellen Voraussetzungen und Bildungsbedingungen – und mit der Frage, wie daraus konkrete Veränderungen für Kinder, Familien und Bildungseinrichtungen entstehen können.
Meine Perspektive
Verhalten entsteht nie losgelöst von seinem Kontext. Es entwickelt sich im Zusammenspiel von individuellen Voraussetzungen, Beziehungen, Anforderungen und strukturellen Bedingungen.
Deshalb betrachte ich nicht nur einzelne Verhaltensweisen oder Schwierigkeiten, sondern frage danach, unter welchen Bedingungen Regulation, Lernen und Teilhabe gelingen – und unter welchen sie erschwert werden.
Dabei sind für mich insbesondere vier Perspektiven relevant:
• Neurodiversität: Menschen unterscheiden sich in Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Aufmerksamkeit, Regulation und sozialer Interaktion.
• Regulation: Stress, Sicherheit, Orientierung und verfügbare Ressourcen beeinflussen, wie Menschen handeln, lernen und in Beziehung treten können.
• Passung: Belastung entsteht häufig dort, wo individuelle Voraussetzungen und Umweltanforderungen nicht ausreichend zusammenpassen.
• Strukturen: Räume, Zeitrhythmen, Übergänge, Aufgaben, Routinen, Beziehungen und organisationale Rahmenbedingungen können Regulation und Teilhabe erleichtern oder erschweren.
Diese Perspektiven gehören für mich zusammen. Sie helfen dabei, Verhalten nicht vorschnell als individuelles Defizit zu interpretieren, sondern genauer auf das Zusammenspiel zwischen Person und Bildungsumwelt zu schauen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bedingungen gestaltet werden können, damit unterschiedliche Menschen handlungsfähig, lernfähig und beteiligt sein können.
Mein fachlicher Hintergrund
Meine Arbeit verbindet erziehungswissenschaftliche, pädagogische und regulationsbezogene Perspektiven mit praktischer Erfahrung aus Schule, Fortbildung und Beratung.
Zu meinem fachlichen Hintergrund gehören:
• Erziehungswissenschaftlerin und Pädagogin mit 1. und 2. Staatsexamen
• langjährige Berufserfahrung als Lehrerin und in der Arbeit mit pädagogischen Fachkräften
• Fachbuchautorin von „Die gestresste Kita. Mit Selbstregulation und Co-Regulation zu mehr Resilienz“ (Cornelsen Verlag, 2026)
• Weiterbildung zur Coachin für Neurosystemische Integration sowie im traumasensiblen Coaching
• Weiterbildung Change Management Professional mit Schwerpunkt auf Veränderungsprozessen und Organisationsentwicklung
Fachlich beschäftige ich mich insbesondere mit Neurodiversität, Stress und Regulation, Person-Umwelt-Passung sowie den strukturellen und organisationalen Bedingungen von Bildung.
Wie ich heute arbeite
Meine Arbeit umfasst drei miteinander verbundene Bereiche: Beratung, Fortbildung und Prozessbegleitung.
In der Elternberatung begleite ich Familien, deren Kinder im Kontext von Kita oder Schule unter Stress geraten. Gemeinsam betrachten wir, welche Anforderungen belasten, wo Passungsprobleme entstehen und welche Veränderungen Regulation, Teilhabe und Lernen erleichtern können.
In Fortbildungen und Konzeptionstagen arbeite ich mit pädagogischen Fachkräften und Teams zu Neurodiversität, Stress und Regulation sowie zu der Frage, wie pädagogische und strukturelle Bedingungen so gestaltet werden können, dass unterschiedliche Wahrnehmungs-, Verarbeitungs- und Regulationsprofile besser berücksichtigt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt entwickelt sich in der Prozessbegleitung von Bildungseinrichtungen. Dabei geht es darum, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur punktuell zu vermitteln, sondern gemeinsam in Strukturen, Routinen und pädagogische Praxis zu übersetzen und Veränderungsprozesse längerfristig zu begleiten.
Alle drei Arbeitsbereiche verbindet der Blick auf das Zusammenspiel von Menschen und Bedingungen.
Wohin sich meine Arbeit entwickelt
Viele Herausforderungen in Kita und Schule lassen sich nicht dauerhaft lösen, wenn sie ausschließlich auf individueller Ebene betrachtet werden.
Deshalb beschäftige ich mich zunehmend mit der Frage, wie Bildungseinrichtungen Bedingungen schaffen können, die unterschiedlichen Wahrnehmungs-, Verarbeitungs- und Regulationsprofilen besser gerecht werden.
Mein besonderes Interesse gilt dabei der Verbindung von Neurodiversität, Regulation, Person-Umwelt-Passung und Organisationsentwicklung.
Ich möchte dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur in einzelne pädagogische Maßnahmen zu übersetzen, sondern auch für die Gestaltung von Strukturen, Routinen und Veränderungsprozessen in Bildungseinrichtungen nutzbar zu machen.
Dabei interessiert mich besonders, wie individuelle, relationale und organisationale Ebenen zusammengedacht werden können: Was braucht ein einzelner Mensch? Was geschieht in Beziehungen und pädagogischen Situationen? Und welche Bedingungen schafft die Organisation?
Diese Perspektive bildet die Grundlage meiner weiteren fachlichen und wissenschaftlichen Entwicklung sowie meiner Arbeit in der Prozessbegleitung von Bildungseinrichtungen.
Regulation ermöglichen. Passung gestalten. Strukturen verändern.
Wenn Sie mehr über meine Arbeit erfahren, eine Beratung anfragen oder über eine Fortbildung beziehungsweise Prozessbegleitung ins Gespräch kommen möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht.