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Schriftliche pädagogische Stellungnahme

Wenn es hilfreich ist, eine Situation fachlich fundiert, ruhig und verständlich zusammenzuführen – für Schule, Kita oder andere beteiligte Stellen.

Erziehungswissenschaftlich. Nervensystemorientiert. Ohne Schuldzuweisungen.

In komplexen schulischen Situationen reichen Gespräche allein oft nicht aus.
Unterschiedliche Sichtweisen, Fachbegriffe und Erwartungen bleiben ungeordnet – Missverständnisse entstehen.

Eine schriftliche pädagogische Stellungnahme kann helfen,

  • Beobachtungen und Erfahrungen strukturiert zusammenzuführen
  • das Erleben des Kindes fachlich einzuordnen
  • schulische Anforderungen und Belastungen sichtbar zu machen
  • eine gemeinsame Verständigungsgrundlage zu schaffen


Wann eine Stellungnahme sinnvoll sein kann

Eine schriftliche pädagogische Stellungnahme ist insbesondere hilfreich,

  • wenn Gespräche mit Schule oder Kita festgefahren sind
  • wenn Verhalten vorschnell interpretiert oder pathologisiert wird
  • wenn neurodivergente Profile (z. B. ADHS, Autismus, PDA) eine Rolle spielen
  • wenn Eltern sich fachlich absichern möchten
  • wenn eine sachliche Grundlage für weitere Gespräche benötigt wird


Was die Stellungnahme umfasst

Die Stellungnahme ordnet die Situation Ihres Kindes ein aus:

  • erziehungswissenschaftlicher Perspektive
  • nervensystemischer Sicht auf Stress- und Regulationsprozesse
  • systemischer Betrachtung von schulischen Anforderungen und Passungsfragen

Sie kann u. a. enthalten:

  • Einordnung von Verhalten im Kontext von Stress und Belastung
  • Darstellung möglicher Stressoren und Schutzfaktoren
  • Beschreibung von Regulationsanforderungen im schulischen Alltag
  • Hinweise auf förderliche Rahmenbedingungen

Die Sprache ist sachlich, verständlich und anschlussfähig für pädagogische Fachkräfte.


Grundlage der Stellungnahme

Sie basiert in der Regel auf:

  • einer oder mehreren Elternberatungen
  • ggf. der Vorbereitung oder Nachbereitung von Schulgesprächen
  • ggf. einer Schulhospitation
  • ggf. vorliegender Gutachten

So ist gewährleistet, dass die Stellungnahme fachlich fundiert, kontextsensibel und angemessen ist.


Haltung & Abgrenzung

Die schriftliche pädagogische Stellungnahme ist kein psychologisches Gutachten, keine Diagnose und keine rechtliche Stellungnahme.

Sie dient der:

  • fachlichen Einordnung
  • Verständigung zwischen Beteiligten
  • Entlastung von Eltern und Kind
  • Unterstützung konstruktiver Gesprächsprozesse


Einbettung in das Gesamtangebot

Die schriftliche pädagogische Stellungnahme ist eine optionale Vertiefungsleistung und setzt in der Regel eine vorherige Elternberatung voraus.

Sie ergänzt:

  • die Elternberatung bei Schulstress
  • die Begleitung von Schulgesprächen
  • ggf. eine Schulhospitation