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Nicht das Kind ist das Problem - sondern oft die Passung
Herausforderndes Verhalten wird in pädagogischen Kontexten häufig vorschnell dem Kind zugeschrieben. Doch nicht immer liegt das eigentliche Problem im Kind selbst. Oft zeigt sich im Verhalten vielmehr eine fehlende Passung zwischen individuellem Nervensystem und institutionellen Bedingungen. Wenn aus Verhalten ein festes Bild wird In pädagogischen Kontexten entstehen sehr schnell Zuschreibungen.
Wenn Schule an neurobiologischer Vielfalt scheitert. Und warum wir sie grundlegend neu denken müssen
In der aktuellen Bildungsrealität zeigt sich immer deutlicher, dass unser Schulsystem an seine Grenzen stößt – insbesondere dann, wenn Kinder mit ausgeprägten neurobiologischen Besonderheiten begleitet werden sollen. Der folgende Beitrag beleuchtet, warum diese Grenzen nicht in erster Linie auf fehlendes Engagement einzelner Fachkräfte zurückzuführen sind, sondern Ausdruck struktureller Nicht-Passung sind und
Neurodiversität auf der Didacta – Warum der Inklusionsdiskurs die Strukturfrage noch immer meidet
Köln, 10.03.2026 In Zeiten, in denen bildungspolitische Debatten wieder stärker von Fragen der Differenzierung und Separation geprägt sind – etwa im Zusammenhang mit Inklusion, Förderschulen oder der Struktur des Schulsystems – ist es keineswegs selbstverständlich, dass Inklusion im öffentlichen Bildungsdiskurs präsent bleibt. Umso erleichterter war ich, dass das Thema auf
„Tatort Schule" ? Wie Sprache Konflikte rahmt und Fronten festigt
Eine diskursanalytische und nervensystemische Einordnung aktueller Narrative zu Beschwerden in Schule Konflikte im schulischen Kontext scheinen gegenwärtig an Intensität zuzunehmen. Zumindest wird dies in zahlreichen Beiträgen aus dem Bildungsbereich so beschrieben. Ein kürzlich erschienener Artikel (https://vbe-nrw.de/wp-content/uploads/2026/02/SH2.26.pdf S.26-27) zur „Rechtssicherheit im
Schuldumkehr im Bildungssystem
Wenn neurodivergente Kinder an Grenzen stoßen, zeigt sich in vielen Schulen und Kitas ein Muster, das wir selten offen benennen: Schuldumkehr. Sie tritt dort auf, wo Fachkräfte und Systeme überlastet sind und diese Überlastung nicht reflektieren oder nicht aussprechen (können). 1. Individuelle Ebene: Psychologischer Selbstschutz von Fachkräften Wenn Verhalten nicht
Wenn das System überfordert ist, nimmt das Kind schaden
Warum Regelschulen Neurodivergenz endlich verstehen müssen. Viele Regelschulen sind nicht „schlecht“ – sie sind überfordert. Weil sie etwas leisten sollen, wofür ihnen das Wissen, die Strukturen und manchmal auch die innere Kapazität fehlen. Doch solange wir das nicht ehrlich benennen, bleibt der Druck – und die Schuld – bei den Kindern. Regelschulen, die
Workshop an der Uni Münster: "Mit Selbst- & Co-Regulation gute Schule machen. Warum von regulierten Nervensystemen alle profitieren."
Es war mir eine Freude, dass ich der Uni Münster im Rahmen der Creative Days einen Workshop zum Thema Nervensystemregulation geben durfte. Mit einer bunten Mischung aus StudentInnen, ReferendarInnen und LehrerInnen habe ich in ca. 90 Minuten das ein oder andere Thema angeteasert und sie interaktiv erfahren lassen. Das Lernen
Fortbildung: "Verkörperte Sicherheit und Traumasensibilität"
Wenn Menschen sich im Spiegel der Natur selbst begegnen und einen Zugang zu ihren Gefühlen, Empfindungen und Gedanken bekommen, ist das eine intensive ganzheitliche Erfahrung. Altes, Verdrängtes und Ungelöstes steigt ins Bewusstsein auf und kann neu verarbeitet werden. Ressourcen und Lösungswege können entdeckt werden. Darin liegt eine große Kraft und
Selbst- & Co-Regulation in Schulen - Es fängt bei dir an!
„Selbst- & Co-Regulation hab ich doch mal gehört… Was war das nochmal?“ Vielleicht denkst du bei diesen Begriffen an Babys und Kleinkinder, die sich noch nicht selbst regulieren können und auf die feinfühlige Zuwendung einer Bezugsperson angewiesen sind. Vielleicht fällt dir jetzt auch die Bindungstheorie nach John Bowlby und Mary
Krank dank Schule? oder Gesund trotz Schule?
Laut Pressemitteilung Nr. N042 vom 13. Juli 2023 des Statistischen Bundesamts waren „psychische Erkrankungen […] 2021 die häufigste Ursache für Krankenhausbehandlungen von 10- bis 17-Jährigen.“ Die Anzahl der Erkrankten steige seit Jahren stetig. Bei den Erwachsenen sieht es nicht besser aus: Beispielsweise „zählte die AOK 2022 durchschnittlich 159,8 Arbeitsunfähigkeitstage je